|
Kirchenbücher
Eine hervorragende Bedeutung für die Stadtgeschichte kommt auch den zahlreichen Kirchenbüchern zu, die im Stadtarchiv aufbewahrt werden. Sie stammen alle noch aus der Zeit, in der es in Olten noch keine unterschiedlichen Konfessionen gab. (Der erste Reformierte siedelte sich ja erst 1838 in Olten an!). Sie sind also ebensogut städtische Dokumente wie alle andern Schriftstücke aus städtischer Verwaltung. Das bedeutendste unter ihnen ist das alte Jahrzeitbuch. Es wurde um 1490 neu angelegt, reicht aber in seinen ältesten Einträgen, die aus dem Vorgängerband übernommen worden sind, bis ins frühe 13. Jahrhundert zurück. Nachdem es bis ins erste Viertel des 19. Jahrhunderts zu Olten in Gebrauch stand, enthält es eine fast unglaubliche Fülle an Informationen und widerspiegelt so rund 600 Jahre oltnerischer Geschichte.
Da im Stadtbrand von 1422 zugleich mit der Kirche vermutlich auch das erste Archiv verbrannt ist, das sich schon damals in einem Raum über dem an die Kirche angebauten Beinhaus befand, besitzt die Stadt leider keine einzige Urkunde mehr aus frohburgischer Zeit. Die einzigen Stellen, die in den im heutigen Stadtarchiv aufbewahrten Dokumenten noch entfernt auf eine direkte Beziehung der Frohburger zu unserer Stadt hinweisen, sind Einträge im alten Jahrzeitbuch der Stadt, laut welchen um 1260 Jahrzeit gesetzt wurde für Guta, eine Truchsässin von Frohburg, und anno 1332 für Berchta, wie es heisst, eine Gräfin von Frohburg, für deren Seelenheil von der Mühle zu Olten jährlich 2 Mütt Kernen gestiftet wurden.
|

|