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Druckschriften
Auch Druckschriften haben, obwohl sie keine Unikate sind, ihren Platz in einem Archiv. Neben Büchern zur Polit-, Kultur -, Sozial - und Wirtschaftsgeschichte, stehen in der Handbibliothek natürlich auch Handbücher und Lexika aller Art. Daneben aber sind oft auch Kleindruckschriften und Gelegenheitsdruckschriften wertvolle geschichtliche Zeitzeugen.
So weist zum Beispiel der nebenstehend abgebildete, erste französischsprachige Stadtprospekt daraufhin, dass Olten bereits im ersten Drittel des zwanzigsten Jahrhunderts den Versuch gewagt hat, sich als zentral gelegene und via öffentlichen Verkehr besterschlossene Gemeinde der Schweiz als Konferenzstadt zu profilieren.
Eine „Tradition“ übrigens, die längst vor dieser Zeit, wenn auch aus anderen Beweggründen, eingeläutet worden ist. Denken wir nur daran, dass schon unsere „Chorherrenhäuser“ 1701-1705 in einer Zeit erbaut worden sind, in der man nicht bloss das Chorherrenstift Schönenwerd, sondern auch die Zurzacher Messe nach Olten zu verlegen gedachte, oder an die Jahre vor der französischen Revolution, in denen Olten als Versammlungsort der „Helvetischen Gesellschaft“ bekannt war. Der allererste eigentliche Oltner-Stadtprospekt allerdings stammt erst aus dem Jahre 1868. Mit ihm wollte die Stadt eine breitere Öffentlichkeit aufmerksam machen auf das kleine Landstädtchen Olten, das in aller Stille zum Verkehrsmittelpunkt der Schweiz geworden war und sich nun anschickte, sich aus eigener Kraft den Herausforderungen der Neuzeit zu stellen.
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