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Chroniken
Von einzelnen chronikalischen Aufzeichnungen abgesehen gibt es – Olten war über Jahrhunderte hinweg ein gar zu unbedeutendes Städtchen – keine eigentliche Oltner Chronik. Dennoch wissen wir dank der Chronik des Johannes Stumpf von 1548, beziehungsweise dank der darin abgebildeten Ansicht aus der Hand von Hans Asper, wie Olten in der Mitte des 16. Jahrhunderts ausgesehen hat. Denn im Gegensatz zu den älteren Darstellungen unserer Stadt (z.B in der Spiezer Bilderchronik von Diebold-Schilling), die mit Sicherheit ein Phantasiebild unserer Stadt wiedergeben, handelt es sich bei der Ansicht von Hans Asper zweifellos um eine Darstellung nach der Natur. Wir erkennen darauf unser Städtchen umgeben mit einem festen, geschlossenen, von zwei mächtigen Tortürmen gesicherten Mauerring, mit dem die Häuser der Stadt hoch überragenden Kirchturm mit dem Käsbissendach, der 1521 vor dem Eingang zu der einfachen Saalkirche mit dem eingezogenen Chor erbaut worden war, den Eckturm des alten „Zielempenschlosses“, die „Nabelschnur der Stadt “, die hölzerne Aarebrücke, mit dem durch eine Fallbrücke gesicherten Aufgang von der Mühlelände und, am Fusse der Stadtmauer, im Südwesten der Stadt, das älteste Gewerbequartier der Stadt bei der Unteren Mühle.
Der Nachen auf der Aare deutet wohl auf den ehedem lebhaften Schiff- und Flossverkehr hin, der den jeweiligen Stadtherren nicht unbeträchtliche Zoll-Einnahmen sicherte.
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